Mit dem
RTS Trocknungsverfahren kann
jede gewünschte Schlagkraftgröße erreicht werden.
Der
elektrische Leistungsbedarf beträgt beim RTS-Trocknungsverfahren
1 kW je ha Wochenerntefläche
Grundlage:
Trockenwareertrag von 3 t/ha und einer 60%TS-Einlagerung
(= 500 Liter zu verdunstendes Wasser aus
1,5 t Feuchtware).
Die
Starteinlagerung beträgt ein Drittel der Wochenschlagkraft. Der Rest kann
in den folgenden 4 Tagen auf die Starteinlagerung aufgebracht werden. Es
ist aber auch möglich nach einem einlagerungsfreien Tag das zweite Drittel und
wiederum nach einem einlagerungsfreien Tag das dritte Drittel auf das andere Heu
darüber zu lagern. Der Heustock erreicht dabei in 1 Woche eine Höhe von
ca. 6 - 7 m.
z.B.: 20 ha pro Woche benötigen 20 kW el. Leistung
(Lüfter samt Entfeuchter)
30 ha pro Woche benötigen 30 kW el. Leistung (Lüfter samt
Entfeuchter)
40 ha pro Woche benötigen 40 kW el. Leistung (Lüfter samt
Entfeuchter)
60 ha pro Woche benötigen 60 kW el. Leistung (Lüfter samt
Entfeuchter)
100 ha pro Woche benötigen 100 kW el. Leistung (Lüfter samt Entfeuchter)
500 ha pro Woche
benötigen
500 kW el. Leistung (Lüfter samt Entfeuchter)
700
ha pro Woche benötigen 700 kW el. Leistung (Lüfter samt Entfeuchter)
Trocknungsflächen
und Wochenschlagkraft: Nur
der Rostbereich wird in Sektoren unterteilt !
40 m2-Box
(1 x 40 m2): 3 x 4 ha pro Woche = max.
11 ha / Woche; Strombedarf: 11 kW (Lüfter samt
WP)
80 m2-Box (1 x 80 m2): 3 x
8 ha pro Woche = max. 22 ha / Woche; Strombedarf:
22 kW (Lüfter samt
WP)
160 m2-Box (2 x 80 m2): 3 x16
ha pro Woche = max. 44 ha / Woche; Strombedarf:
44 kW (Lüfter samt WP)
240 m2-Box (3 x 80 m2): 3
x 24
ha pro Woche = max. 66 ha / Woche; Strombedarf:
66 kW (Lüfter samt
WP)
320 m2-Box (4
x 80 m2): 3 x 32
ha pro Woche = max. 88 ha / Woche; Strombedarf:
88 kW (Lüfter samt WP)
400 m2-Box (5 x 80 m2):
3 x
40 ha pro Woche = max. 110 ha / Woche; Strombedarf: 110
kW (Lüfter samt WP)
(WP = Wärmepumpe des Entfeuchters)
In
einer 320 m² Box (4 x 80 m2
-Sektoren) können
bei einer Füllhöhe von ca. 7 m ca. 300 t Heu gelagert
werden, was einer Wochen-Erntefläche von ca. 100 ha entspricht. In nur 1 Woche kann
diese Fläche geerntet werden. Für die RTS-Geräte ist nur eine elektrische
Anschlussleistung von 88 kW erforderlich. Der RTS-Stromeinsatz
beträgt für die 300 t Heu (= 450 t Einlagerung) bei Dauerlauf des Entfeuchters weniger
als 15.000 kWh (88 kW x 24 Stunden x 7 Tage), unter Verwendung der trockenen Umgebungsluft
jedoch nur ca. 12.000 kWh. Der spezifische Strombedarf liegt daher beim
Dauerlauf der Wärmepumpe bei ca. 50 kWh/t 90%TS-Heu, in der
Praxis jedoch unter 40 kWh/t, das sind 5 -
6 € je Tonne
Trockenware. Für die weiteren Schnitte sind dann die
Boxen auszuräumen, und das Heu ist in Ballen zu pressen. Bei 4 Schnitten
kann mit einer solchen Anlage (320 m2-Box = 4 x 80 m2 -Sektoren)
das gesamte Futter für
ca. 200 Kühe (á 6 t Heu = 1200 t) zu Heu getrocknet werden bei nur 4 Wochen
Jahreserntezeit. Die größte RTS-Trocknungsanlage mit 280 m2
Rostfläche steht in Wolfau / Burgenland und ist schon seit vielen
Jahren bei der Grassamentrocknung höchst erfolgreich im Einsatz.
Bei
5 und 6 Schnitten pro Jahr erhöht sich die Wochenerntefläche. Bei 6
Schnitten werden nur noch 2 t Trockenware je ha geerntet. Die
RTS-Trocknungsleistung baut aber auf der gleichbleibenden Tonnage / Woche
auf (Beispiel: 40 ha mit 3 t = 120 t Trockenware; bei 6 Schnitten:
2 t / ha x 60 ha = 120 t Trockenware).
RTS-Trocknungskosten
sind die absolut niedrigsten und liegen sogar
unter den Heutrocknungskosten mit solaren Luftkollektoren und
deutlich unter jenen der Dachabsaugung und weit unter jenen der Kaltbelüftung !
siehe Vergleichsgrafik:
>>>
Vergleiche >>>
oder Galler-Fachbericht von 2005:
>>> Galler >>>
Das
RTS-Verfahren benötigt keine Dachabsaugung
!
Ein
Trocknungsverfahren, das eine Dachabsaugung benötigt,
ist nicht wetterunabhängig !
(Wenn
nach der Einlagerung tagelanges Regenwetter folgt, fällt die Dachabsaugung
aus !)

Stromaufnahme
aller Bauteile: 44 kW
Wochenschlagkraft bei
Schnittertrag von 3 t / ha : 44 ha (max. 50 ha)
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Sonderfall für wettersichere und
überwiegend trockene Regionen / Risikoauslegung:
Die
RTS-Entfeuchter können unter bestimmten Bedingungen in Kombination
mit einer Dachabsaugung bis zur doppelten Nenn-Trocknungsfläche
eingesetzt werden, wobei aber der Anwender das Risiko des
Trocknungsmisserfolges bei anhaltendem Schlechtwetter nach der Einlagerung
eingeht, weil in diesem Fall die Dachabsaugung ausfällt und nur noch die
Hälfte der erforderlichen trockenen Luft zur Verfügung steht. Der
Lüfter wird bei dieser Auslegungsart auf die Dachabsaugung und die
gesamte Boxfläche abgestimmt und muss in jeder Nacht und bei
Schlechtwetter auf die halbe Luftmenge gedrosselt werden. Nur in
wetterstabilen Regionen ist eine solche Auslegung und Betriebsweise
möglich ! Mit dem RTS-Entfeuchter wird die Nacht mit halber
Luftleistung nur überbrückt, der RTS-Entfeuchter liefert nur die Hälfte
der erforderlichen Trocknungsluft, die andere Hälfte muss tagsüber die
Dachabsaugung beisteuern. Der RTS-Entfeuchter ist hier auch
während der Dachabsaugung in Betrieb. Der RTS-Entfeuchter / Modell
RTS-E40 (8 kW-Stromaufnahme) kann bei dieser Auslegungsart bei Boxen
bis zu 80 m2 eingesetzt werden. Die Wochenschlagkraft der
Norm-Auslegung kann aber so nicht erreicht werden wegen der reduzierten
Wasserabfuhr in der Nacht !!! Die elektrische Leistung beträgt
bei dieser Auslegungsart ca. 75% der Normalausstattung, der Stromeinsatz
ist jedoch wegen der längeren Laufzeit höher als bei der
Normalauslegung.
Erfolgreiche Trocknungsanlagen mit dieser Risikoauslegung in Kombination
mit einer Dachabsaugung und mit einem RTS-Entfeuchter gibt es im Tiroler
Unterland, die inzwischen schon mehrere derartige Anlagen errichtet hat (Planung und Beratung durch Fa.
Weiß-Mawek / Söll).