|
Privates, unbeantwortetes Schreiben vom 13.3.2007 |
Das Schreiben ist in einigen Bereichen etwas gekürzt oder für die allgemeine Veröffentlichung bearbeitet.
|
Herrn Bundesminister für
Betreff: Ihre Erklärungen zur erneuerbaren Energie und zur
Energieeffizienz; Sehr geehrter Herr Bundesminister DI Josef Pröll ! Ich möchten mich kurz vorstellen: Ich bin der Erfinder und Entwickler der RTS-Trocknungstechnik und der RTS‑Trocknungsgeräte und befasse mich schon seit 30 Jahren mit Energie (Solarenergie, Wärmedämmung, Energiespeicherung, Wärmepumpen, Bioenergie). Die RTS-Trocknungsgeräte werden seit 2002 von der eigens für die Produktion solcher Geräte gegründeten Firma „RTS‑Trocknungstechnik GmbH“ mit Sitz in 9654 St. Lorenzen / Lesachtal Nr. 117 produziert, der ich auch als Gesellschafter und Mitgeschäftsführer angehöre. Diese Geräte sind eine völlige Neuentwicklung. Mit ihnen kann man Biomasse Heu und Hackschnitzel rasch, höchst effektiv und billig trocknen, wodurch die Qualität der Biomasse enorm verbessert wird durch eine Trocknung auf 90%‑Trockensubstanz (= 90%TS). Dadurch ergibt sich eine Verdoppelung der Wertschöpfung aus der geernteten Biomasse! Das gilt für Heu genauso wie für Holz. Die 90%-TS-Trocknung verdoppelt den Milchertrag aus dem Grundfutter ohne negative Begleiterscheinungen (Vergleichsweise dazu schädigt die Silage die Tiergesundheit schwer und verkürzt die Lebenszeit der Tiere extrem: in BRD z.B. auf 1,5 Kälber) und verdoppelt auch die nutzbare Energie von Hackschnitzeln im Vergleich mit 50%TS-Hackgut, das derzeit massiv in Heizwerken verbrannt wird. Als Leser von „Ökoenergie“ sind mir auch Ihre Aussagen bekannt wie jene vom März 2004, als Sie verkündet haben : „….Wir werden sehr viel in die Bewusstseinsbildung zu den Themen Energiesparen und Energieeffizienz investieren !“ Dieses Interview haben Sie der Zeitung „Salzburger Nachrichten“ gegeben. Seither hat es viele weitere ähnliche Erklärungen und Stellungnahmen Ihrerseits gegeben im Zusammenhang mit der Ölpreissteigerung und dem Gasschock. Die Hebung der Energieeffizienz von Hackgut ist nun mit der RTS‑Trocknungstechnik und mit den RTS‑Geräten in optimaler Weise bereits realisierbar und sollte daher massiv und flächendeckend umgesetzt werden. Wir sind auf dem Trocknungssektor seit Jahren tätig und können geradezu hervorragende Ergebnisse präsentieren. Wir sind europa- und wohl weltweit die einzige Firma, die auf dem Gebiet der Hackschnitzeltrocknung mit Wärmepumpen praktische Erfahrungen mit extrem feuchtem Hackgut besitzt. In den beiden letzten Jahren waren wir auf dieser Ebene intensiv tätig und haben die Leistungsfähigkeit unseres Trocknungsverfahrens mehrfach getestet und dabei geradezu sensationelle Daten ermittelt. Diese sind bei der Auslegung künftiger Hackschnitzeltrocknungsanlagen hinsichtlich einer optimalen Wertschöpfung von fundamentaler Bedeutung. Das RTS‑Trocknungsverfahren benötigt für die Wasserverdunstung nur noch einen Stromeinsatz von 50 – 120 Wh je Liter, im Durchschnitt also 100 Wh je Liter. Mit ca. 15 kWh Stromeinsatz kann 1 Srm (=1 m³) schlagfrisches Hackgut von 50%TS auf 90%TS getrocknet werden und der Heizwert um mehr als 500 kWh verbessert werden. Die Qualitätsverbesserung des Hackgutes beruht auf der Anhebung der Trockenheit von erntefrischer Biomasse auf 90%, was die RTS-Trocknung immer schafft und was dieses Trocknungssystem von den anderen klar abhebt. Aus der gewonnenen Zusatzenergie kann mehr als ein Drittel Ökostrom (=d.s. mehr als 150 kWhel) über Dampfkraftwerke erzeugt werden, wobei sich allein aus der gewonnenen Zusatzenergie eine Verzehnfachung des eingesetzten Stromes ergibt: 15 kWhTrocknungsstromeinsatz je Srm bringt über Dampfkraft > 150 kWhÖkostrom je 90%TS-Srm ! Dieser sensationelle Tatbestand ermöglicht nun eine massive Ökostromproduktion. Das RTS-Trocknungsverfahren trocknet mit Gratisenergie aus der neu entwickelten RTS‑Wärmepumpe ! Die Biomasseoptimierung durch eine Trocknung auf 90%TS (=90%-ige Trockensubstanz) und die Ökostromerzeugung bei Vervielfachung des eingesetzten Stromes sollten die Ziele der zukünftigen Energiepolitik sein. Der folgende Satz sollte zum Leitspruch der Energiepolitik erhoben werden: „Bioenergie und Ökostrom aus 90%TS-Hackgut !!!“ Die Verzehnfachung des Stromeinsatzes über den Weg der optimalen energetischen Biomassenutzung stellt die weltweite Lösung für die Energieprobleme dar ! Über Biomasseheizdampfkraftwerke - BHD-Kraftwerke - sollte wärmebedarfsgesteuert die 90%TS‑Biomasse verstromt werden und die dabei entstehende Abwärme zur Raumbeheizung verwendet werden. In Bezug auf die zusätzlich gewonnene thermische Energie aus der Biomasse ergibt sich sogar eine Verdreißigfachung der für die Trocknung eingesetzten Energie: 15 kWhel / Srm º 500 kWhth / Srm ! Die RTS-Trocknungstechnik ermöglicht auch die energetische Verwertung von bisher unbrauchbarer Biomasse wie Äste, Zweige, Blätter, Nadeln, Sträucher etc., die wir als BTV‑Hackgut bezeichnet haben (=Hackgut aus der Baum-Total-Verwertung). BTV‑Hackgut wird mit der RTS-Trocknung zu einem hochwertigen Energieträger mit einem Energieinhalt von mehr als 1.000 kWh / Srm. Die energetische Verwertung von BTV-Hackgut erschließt der Land- und Forstwirtschaft riesengroße Zusatzerträge mit einer extrem hohen Wertschöpfung. Die an der Entwicklung der RTS-Technik beteiligten Personen haben bisher privat und im Rahmen der RTS-GmbH an die ....................... Euro aus der eigenen Tasche in die Entwicklung dieser Geräte investiert, man hat uns jedoch jede direkte finanzielle Unterstützung seitens des FFF vorenthalten mit der Begründung, wir hätten zu früh mit den Arbeiten begonnen (ohne Genehmigung durch den FFF), und nachträglich gäbe es kein Geld. Gemeinsam mit der „Lesachtaler Bioenergie-Arge“ haben wir uns daraufhin schon im Herbst 2003 am Impulsprogramm des bm:vit „Nachhaltig Wirtschaften“ beteiligt und beim FFF unter dem Titel „Bioenergiezentrale“ (B-E-Z) unter der Projektnummer 807728 ein Projekt eingereicht, das als Vorzeigeprojekt für den gesamten EU‑Raum gedacht war. Man hat uns jedoch auch hier völlig übergangen. Beim FFF hat man anscheinend die enorme wirtschaftliche Bedeutung unseres Projektes nicht erkannt oder nicht erkennen wollen oder einfach für unrealistisch oder utopisch gehalten, obwohl wir ausführlichste Informationen vorgelegt haben. Die Weiterentwicklung der RTS-Trocknungstechnik wurde dennoch fortgesetzt und ergänzt. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass es keine andere Technik gibt, die auf dem Gebiet der Biomassekonservierung und Biomasseoptimierung eine ähnliche Wirkung und eine ähnlich hohe Verbesserung der Wertschöpfung erzielt wie die RTS-Trocknungstechnik und das „RTS‑Know-how“ ! Die RTS‑Trocknung ermöglicht nämlich der gesamten Wirtschaft (Land- und Forstwirtschaft, Energiewirtschaft und Industrie) nicht nur in Österreich, sondern in allen Ländern der Welt, einen Einstieg in eine völlig neue Produktivität bei der Biomassenutzung, und die RTS‑Trocknung ist die Brücke, das Portal oder der Schlüssel zu dieser wesentlich verbesserten Wertschöpfung im Biomassebereich. Der praktische Einsatz unserer Geräte hat im kleinen Bereich schon genug Beweise für die Produktivitätsverbesserung geliefert, sodass diese nicht mehr angezweifelt werden kann. Inzwischen interessiert man sich bereits im Ausland für unsere Technik, und es könnte sogar der Fall eintreten, dass diese Technik im Ausland (Deutschland) früher flächendeckend zum Einsatz kommt als bei uns in Österreich, was der österreichischen Politik, dem inländischen Förderungswesen und der Innovationsumsetzung wohl kein besonders gutes Zeugnis ausstellen würde. Anfragen aus China über das RTS‑Trocknungsverfahren sollen in einem österreichischen Ministerium laut Auskunft der Kärntner Landwirtschaftskammer schon eingelangt sein, und die RTS‑Trocknungstechnik ist auch schon Thema an ausländischen Universitäten (Potsdam / Berlin oder Hokaido in Japan). Die RTS-Trocknungstechnik ist eine rein österreichische Entwicklung mit bisher von niemandem auch nur annähernd erreichter Wirkung, eine echte Weltsensation, die es eigentlich sehr wohl verdient, mit allem Vorrang behandelt zu werden, weil damit genau jene ökologischen und ökonomischen Ziele, sowie eine massive Treibhausgasreduktion erreicht werden können, von denen Sie selbst Herr Minister und viele andere Politiker im In- und Ausland ständig reden. Unsere kleine Firma (Gründung: August 2002) hat am 21.10.2004 für die hervorragenden Leistungen auf dem Gebiet der Biomassetrocknung den Innovations- und Forschungspreis des Landes Kärnten 2004 erhalten. Wir möchten nun mit diesem Schreiben Sie, Herr Minister Pröll, direkt von den Vorzügen der RTS-Technik informieren und erreichen, dass die Biomasseoptimierung mit dem RTS-Trocknungsverfahren nun zum öffentlichen Thema gemacht wird und flächendeckend mit staatlicher Unterstützung zur Anwendung kommt. Dadurch werden zigtausende Arbeitsplätze geschaffen und die nachwachsenden, landeseigenen Rohstoffe nachhaltig in optimaler Weise nutzbar. Die Heizwertoptimierung der Biomasse sollte ein politisches Hauptthema werden, denn nur damit ist ein realistischer Ausstieg aus der fossilen Energie und aus der Atomstromwirtschaft EU-weit und weltweit möglich. Man möge bedenken, dass allein Österreichs Land- und Forstwirtschaft ein elektrisches Potential von mehr als 5 Atomkraftwerken besitzt, wenn man die Biomasse Holz, Durchforstungsware, Landschaftserhaltung, Heu, Brachflächen …. energetisch optimal nutzen und in BHD-Kraftwerken verbrennen würde. Zudem ist die getrocknete Biomasse als Energieträger unbegrenzt verlustfrei lagerbar und kann laut Bedarf eingesetzt werden. Bei der Verbrennung in BHD-Kraftwerken fallen dann thermische und elektrische Energie immer zugleich an. Dadurch erübrigen sich Kraftwerksreserven und auch der Bau von umstrittenen Hochspannungsleitungen, weil beide Energieformen dezentral bereitgestellt werden können. Unsere Forschungsaktivitäten und Tests zur Gewinnung von Basisdaten für die Anwendung unserer Technik haben ergeben, dass in den zahlreichen Hackgutheizanlagen gegenwärtig ein riesiges Volksvermögen durch die Wasserverdampfung im Brennraum vergeudet wird, weil die Hälfte der nutzbaren Energie bei der Wasserverdampfung verloren geht. Bei unseren Verbrennungstests hat sich nämlich herausgestellt, dass durch die enorme Verbesserung des Heizwertes des getrockneten Hackgutes ca. die Hälfte der früher erforderlichen Hackgutmenge eingespart werden konnte, bzw. durch die Trocknung eine Verdoppelung der nutzbaren Energie erreicht werden konnte ! Die Verbrennung von Feuchthackgut stellt daher eine enorme Energieverschwendung und eine sinnlose Vergeudung von wertvollem Volksvermögen dar und muss in Zukunft durch gesetzliche Maßnahmen in der Form unterbunden werden, dass Baukostenzuschüsse (=Förderungen) nur noch Heizanlagenprojekte erhalten, die Trockenhackgut verbrennen ! Der volkswirtschaftliche Schaden bei der Verbrennung von Feuchthackgut beträgt ca. 30.000 € je 1.000 Schüttraummeter oder anders formuliert: 1 Ganzjahresdauerarbeitsplatz wird durch die Verbrennung von 1.000 Srm‑Feuchthackgut im Brennraum vernichtet ! Diese Vergeudung von Volksvermögen sollte daher so rasch wie möglich beseitigt werden, da sich solche Verluste wohl kein Land mehr länger leisten kann bei ständig steigenden fossilen Energiepreisen. Außerdem führt die Wasserverdampfung im Brennraum zur Steigerung des Treibhausklimas, weil jeder zweite Baum (=die Hälfte der angelieferten Holzmenge !) nur für die Wasserverdampfung verbrannt wird und daher die Atmosphäre zusätzlich mit CO2 belastet wird. Da es nun das RTS‑Biomassetrocknungsverfahren gibt, sollte es auch zum Vorteil der gesamten Wirtschaft zum Einsatz kommen und nicht mehr ein „Mauerblümchendasein“ führen müssen, während die fossilen Abgase das Klima verändern, schwere Orkane auslösen und ungeheure Verwüstungen verursachen, ganze Landstriche vom Hochwasser weggeschwemmt werden, Hab und Gut der Menschen zerstört werden, die Heizölkosten explodieren und die ganze Wirtschaft beeinträchtigen ! In der landeseigenen Bioenergiewirtschaft können zigtausende Menschen regional und lokal wieder eine Beschäftigung und den Lebensunterhalt finden, und die Arbeitslosigkeit kann massiv reduziert werden, denn mit 1 Mio € Investition in RTS‑Hackguttrocknungsanlagen können bis zu 300 Dauervollzeitarbeitsplätze nachhaltig geschaffen werden. Würden die vor kurzem von der EU beschlossenen 4 Milliarden € für die Atomkraftforschung (EURATOM) zur Errichtung von RTS‑Hackguttrocknungsanlagen verwendet werden, dann könnte man mit diesem Geld mehr als 50.000 Trocknungskammern (80 m² ‑ Boxen) samt Trocknungsgeräten errichten und überall die Biomasse trocknen, diese für Strom und Heizkraftwerke aufbereiten und Arbeit für mehr als 1 Million Menschen dauerhaft – also nachhaltig – schaffen. (Hinweise: 1 Trocknungsbox produziert > 10.000 Srm / Jahr = 10 Millionen kWhthermisch davon können 3,5 Mio kWh als Strom produziert werden; Wertschöpfung aus Strom und Wärme bei ø 10 Cent / kWh: 1 Million € ; Finanzierung von ca. 30 Vollzeitjahresarbeitsplätzen je Trocknungsbox in verschiedenen Wirtschaftsbereichen ! Errichtungskosten : max. 75.000 € je Trocknungsbox). Die Verstromung der getrockneten Biomasse in BHD ‑ Kraftwerken würde schlagartig den Strom von 25 Atomkraftwerken ersetzen (2.000 Trocknungsboxen ersetzen 1 AKW bei einer AKW‑Jahresstromproduktion von 7 TWh !) und dies zudem noch bedarfsorientiert je nach der Jahreszeit. Mit dem Wärmebedarf steigt oder sinkt zugleich auch die Stromproduktion – Vorzüge über Vorzüge ! Die politischen Weichen sind also in Richtung Biomasseproduktion, Biomasseoptimierung durch Trocknung auf 90%TS und Biomasseverstromung in BHD-Kraftwerken zu stellen und nicht hin zur gefährlichen und unberechenbaren Atomkraft. Hinsichtlich der Investitions-Energie-Effizienz (IE-Effizienz = jährliche Energieproduktion der Investition von 1 € in eine Produktionsanlage) liegt die RTS‑Biomassetrocknung mit riesigem Abstand an der Spitze. Während die thermischen Solaranlagen nur eine IE-Effizienz von 1 kWh je € an jährlicher Energiebereitstellung haben, erreicht die RTS-Biomassetrocknung eine IE-Effizienz von 100 kWh je investiertem € ! Zum Vergleich seien nun die IE‑Effizienzwerte weiterer Energieproduktionsbereiche angeführt: Wasserkraft: 4 kWh / €; Windkraft: 2 kWh / €; Photovoltaik: 0,5 kWh / €. Sehr dringend erforderlich ist auch eine sofortige Umstellung der Energieholzbezahlung von der „Volumenbezahlung“ auf eine „Energiebezahlung“ ! Schon derzeit wird das angelieferte Energieholz gewogen und der Feuchtegehalt bestimmt. Bezahlt wird aber nur das Volumen. So kann man jedoch keine gerechte Bezahlung erreichen, denn wer trockenes Holz anliefert, liefert bis zur doppelten nutzbaren Energie. Daher kann trockenes Holz nicht gleich bewertet werden wie feuchtes. 1 fm fällfrisches Fichtenholz hat nur eine nutzbare Energie infolge des Wassergehaltes von weniger als 900 kWh, trockenes jedoch von mehr als 2.200 kWh ! Derzeit wird in beiden Fällen gleich viel von den Heizwerken bezahlt (30 – 35 € je fm), und das ist ungerecht ! Die angelieferte Energie sollte bezahlt werden und nicht das angelieferte Volumen ! Am Ende dieses Schreibens befindet sich eine Tabelle, die eine Bezahlung auf Energiebasis ermöglicht, die GFN‑Tabelle (GFN=Gewicht-Feuchte-Nutzenergie). Diese Tabelle enthält rein physikalischen Daten und einem Trockenheitsfaktor, der sich aus praktischen Erfahrungswerten ergibt. Die GFN-Tabelle ist auf einem Energiepreis von 4 Cent je kWh aufgebaut, ein Preis, der bereits derzeit von den Heizwerken bezahlt wird, wenn man die in der Feuchtware nutzbare Energie einschließlich der Lagerverluste für die Kostenberechnung heranzieht. Den Heizwerken entstehen daher keine Mehrkosten für die Materialbeschaffung, weil sie beim Ankauf von Trockenware wesentlich weniger Material ankaufen müssen. Wenn die Energie bezahlt wird, zahlt sich andererseits für die Forstbetriebe auch die Produktion samt der Trocknung aus. Daher ist die Umstellung auf die Energiebezahlung im Biomassebereich eine unerlässliche strategische Maßnahme und die Voraussetzung für eine erfolgreiche Bioenergiewirtschaft und für die Bereitstellung der erforderlichen Mengen, sowie für die Steigerung der Wertschöpfung im Bereich der gesamten Forstwirtschaft !!! Wenn die gelieferte Energie bezahlt wird, wird auch getrocknet. Wenn getrocknet wird, steigen die Wertschöpfung und der Ertrag, ein eigendynamischer Ablauf, eine Kettenreaktion, die nur durch die Umstellung von der Volumenbezahlung auf die Energiebezahlung ausgelöst wird: 1 fmfeucht mit 50%TS; Weichholz = 860 kg = 872 kWh; 872 kWh x 0,04 € = 34,9 € / fm; 1 fmtrocken mit 90%TS; Weichholz = 478 kg = 2.204 kWh; 2.204 kWh x 0,04 € = 88,1 € / fm; Die Trocknung auf 90%TS ist der eigentliche Wirtschaftsmotor, die eine Verdoppelung der Wertschöpfung bewirkt ! Sie, Herr Bundesminister Pröll, möchten die Biomasse als Energieträger verstärkt zum Einsatz bringen. Mit der Umstellung der Energieholzbezahlung von der Volumenbezahlung auf die Energiebezahlung ist dieses Ziel rasch erreichbar wegen der Eigendynamik dieser Maßnahme. Es liegt nun an Ihnen, der gesamten Land- und Forstwirtschaft mit Hilfe unserer hervorragenden RTS‑Trocknungstechnik zu einer besseren Produktivität zu verhelfen und die Holzenergie besser zu nutzen und der Vergeudung von Volksvermögen im Brennraum den Kampf anzusagen. Mit unseren Vorschlägen können Sie Ihren Vorsatz, den Sie am 31.07.2003 in Baden-Baden verkündet haben - „der Erneuerbaren Energie den Vorrang einzuräumen“ - in die Tat umsetzen. Sie wollen, wie ich auch gelesen habe, den Einsatz von Biomasse bis 2010 um 75 Prozent steigern. Das ist mit der den vorgeschlagenen Maßnahmen leicht möglich unter der Voraussetzung, dass nur noch Heizanlagen für Trockenhackgut mit angeschlossener RTS-Hackguttrocknung finanzielle bewilligt werden und Baukostenzuschüsse erhalten und die Umrüstung von bestehenden Hackschnitzelheizanlagen von Feuchthackgut auf Trockenware und die Nachrüstung mit Trockenanlagen massiv finanziell unterstützt werden. Hier kann Österreich zum Vorreiter für alle anderen Länder werden und an Ansehen und Einfluss deutlich gewinnen und die Weichen der Energiepolitik neu stellen. Ausführliche Informationen über das RTS-Trocknungsverfahren, das auch von der BOKU geprüft wurde (Ing. Gindl / Grabnerhof und Prof. Weingartmann / BOKU-Wien), finden Sie im Internet unter www.trocknungstechnik.eu oder www.heutrocknung.at. Dort finden Sie auch Informationen und Bilder über unseren Hackschnitzeltrocknungs-Pilotversuch in Kärnten, der die sensationellen neuen Erkenntnisse gebracht hat. Vielleicht können Sie uns, Herr Minister Pröll, in Absprache mit dem Wirtschaftsminister oder auf irgend eine andere Weise zu einer „Forschungs- und Entwicklungsprämie“ verhelfen, die uns zumindest einen Teil unserer Entwicklungskosten ersetzen würde, da ja die gesamte Land- und Forstwirtschaft von unserer Technik enorm profitiert und wir diesen neuen ertragsoptimierten Wirtschaftsbereich durch unseren unermüdlichem Einsatz und mit eigenem Geld, Krediten und persönlichen Haftungen erschlossen haben und gleichsam im Alleingang den Sondierungsstollen zu diesem wirtschaftlichen Neuland gegraben haben. ............................... Dauernd wird von Förderungsgeldern der Bundesregierung für Forschung und Entwicklung gesprochen, diese sind anscheinend nur bestimmten Gruppierungen vorbehalten. Wir konnten jedenfalls noch nicht an solche herankommen und sind daher gezwungen, die Entwicklungskosten nur durch unsere Geschäfte zu erwirtschaften. ............................................ Das ist vor allem eine Auswirkung der gesetzlich festgelegten Förderungsrichtlinien für den FFF, wonach ohne vorherige Projektgenehmigung kein Geld für angefallene Entwicklungskosten bereitstellt wird, auch dann nicht, wenn sie nachweisbar sind wie in unserem Fall ! Für uns war diese Entwicklung überhaupt nicht vorhersehbar, weil wir erst während der Produktion der ersten Geräte mit den Problemen konfrontiert wurden und zum raschen Handeln und Entwickeln gezwungen waren. Wie hätten wir da beim FFF um Genehmigung ansuchen sollen. Die großartigen Ergebnisse unserer Bemühungen haben uns ermutigt und gestärkt und uns zum Weitermachen bewogen. Von dieser Erfindung profitiert jetzt die gesamte Wirtschaft. ..................................................... Die Abdeckung der Kosten für die Entwicklung einer so großartigen Technik, die in der Lage ist, die riesigen Öko- und Treibhausprobleme nachhaltig zu lösen, müsste sich die Bundesregierung doch wohl leisten können, wo doch durch die Verleihung des Innovations- und Forschungspreises des Landes Kärnten 2004 der Nachweis für eine Neuentwicklung erbracht wurde. Ich bin gerne bereit, mit Ihnen auch persönlich die Biomasseoptimierung zu besprechen, wenn Sie dies wünschen und mir einen Termin einräumen. Für telefonische Auskünfte erreichen Sie mich unter der Mobilnummer ......................... . Mit freundlichen Grüßen und herzlichem Dank für die Aufmerksamkeit Unterguggenberger Philipp, Erfinder und Entwickler des RTS-Trocknungssystems -----------------------------------------------------------------------------------
Anhang: GFN-Tabelle (Gewicht – Feuchte –
Nutzenergie) als Basis einer künftigen Energiebezahlung an Stelle der
Volumenbezahlung
1 fm Weichholz / schlagfrisch wiegt bei 50%TS ca. 860 kg und hat ca. 430 kg TS 1 fm Hartholz / schlagfrisch wiegt bei 50%TS ca. 1300 kg und hat ca. 650 kg TS 50%TS-Weichholz = ca. 3 Srm / t 50%TS-Mischholz = ca. 2,5 Srm / t 50%TS-Hartholz = ca. 2 Srm / t
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
««« zurück «««
««« zur Homepage «««