CO2-Bilanz eines LKW-Zuges

Klimaschädigung durch Feuchthackgutverbrennung 

 

 

 

LKW-Zug       =       Wassertransporter  Klimaschädigung durch Feuchthackgutverbrennung

CO2-Bilanz eines LKW-Zuges:
          
30 fm Holz  ≈  ca. 13 - 19 t  Brennstoffatro  (ø 16 tatro / LKW-Zug)
Wassereinschluss:   ca. 16.000 Liter
Verdunstungsenergieeinsatz:  ca. 20.000 kWh

CO2-Produktion: ca.  16 Tonnen

1 t CO2-Ausstoß entsteht bei der Verbrennung von 1 t Biomasse / atro. 1 LKW Zug enthält ca. 16 t atro-Ware, die einen Energieinhalt von mehr als 80.000 kWh hat, wovon ca. 73.000 kWh nutzbar sind. Davon gelangt in Feuchthackgutöfen jedoch nicht einmal die Hälfte in den Heizkreislauf. Das kann in jedem Feuchthackgut-Fernheizwerk jederzeit nachgeprüft werden. Die Energieausbeute von 1 Srm Feuchthackgut aus Fichtenholz  liegt (ohne Beimischung von Trockenware !)deutlich unter 500 kWh. Jedes Feuchthackgutheizwerk mischt Trockenware bei, weil es sonst große Verbrennungsprobleme gibt. Der CO2-Ausstoß richtet sich jedoch nach dem vorhandenen Trockenmassegehalt, der bei der Verbrennung in Wärme und CO2 umgewandelt wird. Bei einem LKW-Zug mit 30 fm Zuladung (= ca. 80 Srm) und einer atro-Masse von 16 t entstehen daher bei der Verbrennung immer ca. 16 t CO2.  Auf den LKW-Hänger fällt daher ein CO2-Ausstoß von 8 t.

Berechnungsbasis:

1 t Öl ≈ 10.600 kWh ≈ 2,3 t Pellets á 4.600 kWh
   
1 t Öl ≈ 2,3 t CO2  ≈ 2,3 t Pellets oder Hochenergiehackgut; 
    
1 t
Holzatro   ≈  ca. 1 t CO2-Ausstoß   ca. 5 Srm90%TS aus Weichholz

In Feuchthackgutöfen sind aus 1 Srm Feuchtware (50%TS) nur ca. 450 kWh Nutzenergie gewinnbar, das ist weniger als die Hälfte der vorhandenen Energie (80 Srm x 450 kWh = 36.000 kWh; 73.000 kWh wären mit der RTS-Trocknung nutzbar !). 

Die Verluste entstehen durch den schlechteren Ofenwirkungsgrad, durch die Wasserverdampfung, durch die Dampferhitzung, durch den biologischen Abbau, durch den doppelten Lufteinsatz und die Erwärmung auf 200°C und durch die fehlende Aufspaltung der Harze und Teere wegen zu geringer Verbrennungstemperatur. Mehr als die Hälfte der angelieferten Holzmenge - das ist der gesamte LKW-Hänger -  wird nur zum Zwecke der Wasserverdampfung und Verlustabdeckung verbrannt und zur Gänze in CO2 umgewandelt. Die Wasserverdampfung im Brennraum ist aber mit der neuen RTS-Trocknungstechnik leicht vermeidbar. Aus den 30 fm Rundholz sind für die Erreichung einer 90%TS 14.000 Liter Wasser zu entfernen, was nur den minimalen RTS Energieeinsatz von ca. 1.400 kWh Strom erfordert. Mit der zusätzlich nutzbar gewordenen Energie eines LKW-Zuges kann in BHDO-Kraftwerken für HE-Hackgut mehr als die 10-fache Strommenge des RTS‑Trocknungsstromeinsatzes erzeugt werden. Wenn der Strom zum Antrieb von Heizungswärmepumpen verwendet wird, kann dann aus der elektrischen Zusatzenergie die 4-fache thermische Energie produziert werden !!!

Bei optimaler Verwertung der Energie eines LKW-Zuges sieht die Energiebilanz so aus:

Nutzbare Energie eines LKW-Zuges :     73.000 kWhth

40 % elektrische Energie:      29.000 kWhel
60 %  thermische Energie:     44.000 kWhth

thermische Energie aus Wärmepumpen:
4-fache der el. Energie:         116.000 kWhth

Energiepotential / Summe:    160.000 kWhth

derzeit nur:                                36.000 kWhth 

Fazit:  3  von  4 LKW-Zügen  können eingespart werden, wenn mit RTS getrocknet wird und der Strom über Wärmepumpen zur Raumheizung verwendet wird  !!!

oder:

Mit der derzeitigen Energieholzmenge  könnte die 4-fache Energie bereitgestellt werden !!!

Statt 1 Gebäude könnte man 4 gleich große beheizen !!!
 

Die Verbrennung von Feuchthackgut ist eine für das Klima höchst schädliche Energieproduktionsart und sollte daher rasch durch ministerielle Verordnungen beseitigt werden, wobei alle derartigen Heizwerke zur Umrüstung auf Hochenergiehackgutverbrennung und zur Nachrüstung einer RTS-Trocknungsanlage verpflichtet werden sollen. Dies ist allein schon aus rein wirtschaftlichen Gründen erforderlich, da bei einer Trocknung die Energie des gesamten LKW-Hängers als Handelsware zur Verfügung steht, wodurch sich die Wertschöpfung verdoppelt und bei gleichem Holzeinsatz die doppelte Menge an fossilem Brennstoff ersetzt werden kann ! 

Die Verbrennung von Feuchthackgut ist nicht nur schwer Klima schädigend, sondern auch eine enorme Vergeudung von landeseigenem Vermögen !


Ein solch sorgloser und verschwenderischer Umgang mit den landeseigenen Rohstoffen ist sofort zu beseitigen. Derzeit werden jedoch solche Feuchthackgutheizwerke immer noch genehmigt und erhalten hohe öffentliche Fördergelder.  Sie werden allgemein als technische Errungenschaft angesehen, bei genauer Betrachtung stellt sich jedoch heraus, dass diese Feuchthackgut-Verbrennungsanlagen in Wirklichkeit ungeheure Klimabelastungsanlagen sind, die im Vergleich mit Öl- oder Gasöfen bei gleicher Wärmeleistung den doppelten CO2 Ausstoß produzieren !

Das RTS-Trocknungsverfahren verwendet für die Trocknung Gratisenergie aus der RTS-Wärmepumpe und ist daher die effizienteste Methode zur fossilen CO2-Reduktion und zur CO2-Ausstoßvermeidung, weil mit jeder Tonne Hochenergiehackgut (= 90%TS) auch 1 t CO2-Ausstoß eingespart wird durch den Wegfall der Wasserverdampfung im Brennraum und zugleich auch noch 1 Tonne an fossilem CO2-Ausstoß durch die eingesparte Biomasse des LKW-Hängers ersetzt werden kann (= 1 t fossiler CO2-Ersatz). Das ergibt in Summe daher eine Kyoto-relevante CO2-Reduktion von 2 t je Tonne Hochenergiehackgut:

  1 t HE-Hackgut90%TS   =   2 t CO2-Reduktion

An Investitionskosten fallen für eine vollautomatische RTS-Trocknungskammer mit 2.000 t Jahrestrocknungskapazität weniger als 0,2 Mill. € an. Die 2.000 t Trockenware ersetzen 2.000 t fossiles CO2 und vermeiden zusätzlich den Ausstoß von 2.000 t CO2 wegen des Wegfalls der Holzverbrennung zum Zwecke der Wasserverdampfung, in Summe sind dies also 4.000 t CO2.  Hochgerechnet auf 1 Mill. Tonnen fossilen CO2‑Ersatz ergibt dies einen Investitionsbetrag von 50 Mill. € (250 RTS Trocknungskammern).   GK

Ein 400 MW-Gaskraftwerk (Klagenfurt) kostet mehr als 300 Mill. € und belastet die Atmosphäre mit ca. 1 Mill. t fossilem CO2 jährlich. Eine gleich hohe Investition in BHDO-Kraftwerke (Biomasse-Heiz-Dampfkraftwerke für 90%TS-Hackgut) mit 100 MWel + 120 MWth hat den gegenteiligen Effekt und ergibt eine CO2-Reduktion von 1 Mill. Tonnen !

Österreichs CO2 Reduktion Laut dem Kyoto Abkommen und der Nachforderung der EU-Kommission soll Österreich den jährlichen CO2-Ausstoß von derzeit ca. 92 Mill. t um 24 Mill. t reduzieren. Die von der EU-Kommission verlangte CO2-Reduktion Österreichs um zusätzliche 2 Mill. t  CO2 (Anhebung der Forderung auf 24 Mill. t CO2) hat viel Staub aufgewirbelt. Zur Erreichung dieses Zieles ist jedoch nur eine Investition von nicht einmal 100 Mill. € in RTS-Hackguttrocknungsanlagen erforderlich.  Mit einer jährlichen Investition von 200 Mill. € in die RTS-Biomassetrocknung (1.000 Trocknungskammern) könnten in 5 Jahren 10 Mill. Tonnen fossiles CO2 ersetzt werden und weitere 10 Mill. t CO2-Ausstoß vermieden werden, in Summe also 20 Mill. Tonnen.

Ölersatz durch Feuchthackgut beschleunigt Klimawandel

Eine tatsächliche Reduktion des CO2-Ausstoßes  -  nicht nur eine Verlagerung von fossilem Ausstoß zu biologisch verursachtem  -  ist zu einem beträchtlichen Teil nur mit der RTS-Biomassetrocknung erreichbar. Der Ersatz von fossilen Brennstoffen durch die Verbrennung von Feuchthackgut führt hingegen zu einer Verdoppelung des CO2-Ausstoßes und somit zu einer Beschleunigung des Klimawandels !!!  Mit dem Ersatz der fossilen Brennstoffe durch feuchte Biomasse und die Verbrennung von Feuchthackgut wird daher das Gegenteil erreicht. Auch die Holztrocknung mit Holzenergie, wie es bei der Pelletsproduktion geschieht, führt zu einer zusätzlichen Belastung der Atmosphäre mit CO2, weil auch hier ca. ein Drittel der angelieferten Holzmenge in Form von feuchter Rinde und Feuchthackgut nur für die Wasserbeseitigung verbrannt werden muss. Auch in diesem Bereich gibt es enorme Einsparungspotentiale durch die preisgekrönte RTS-Biomassetrocknung.

Aus 1 Mill. t Pellets (= österr. Produktion von 2007) mussten bei der Trocknung ca. 0,8 Mill. m³ Wasser beseitigt werden mit einem Energieeinsatz von  ca. 1 Milliarde kWh (= ca. 2,25 Mill. Srm Feuchthackgut oder RTS-getrocknete  1,25 Mill. Srm HE-Hackgut  oder  250.000 t HE-Hackgut / Weichholz). Bei der Erzeugung der Trocknungswärme über die Verbrennung von Feuchthackgut wurde die Atmosphäre bereits mit ca. 250.000 t CO2 belastet, jede Tonne Pellets produziert daher in Summe einen CO2-Ausstoß von ca. 1,25 t. Eine Ausweitung um das Vierfache würde auch in diesem Bereich zu einer jährlichen Mehrbelastung der Atmosphäre von ca. 1 Mill. t CO2-Ausstoß führen, der mit der RTS-Trocknung vermeiden werden kann.

Überall, wo mit Energie aus der Feuchthackgutverbrennung statt mit Gratisenergie aus der RTS-Wärmepumpe getrocknet wird, wird die Atmosphäre mit leicht vermeidbarem CO2 belastet und der Klimawandel beschleunigt !

 

Appell zur Beseitigung der Feuchthackgutverbrennung

Alle im Bereich der Biomasse tätigen Personen und Unternehmungen und auch die politischen Entscheidungsträger sollten die vorhin erwähnten Folgen der Feuchthackgutverbrennung bedenken und die effiziente Trocknung rasch umsetzen, denn die eine Nichtbeachtung oder die Behinderung dieser Maßnahme führt zur Beschleunigung des Klimawandels. Hier muss an das Verantwortungsbewusstsein der Entscheidungsträger appelliert werden. Das Verlangen der EU-Kommission nach weiterer CO2 - Reduktion hat in der politischen Diskussion und in der Presse im Jahre 2009 helle Empörung verursacht, weil anscheinend fast niemand auf diesem Sektor einen Überblick zu haben scheint. Es gibt jedoch dafür eine hocheffiziente Lösung, die derzeit leider noch nicht beachtet wird und erst die Medienhürde überspringen muss: die RTS-Biomassetrocknung ! Diese ist bei jeder Art von Biomasse einsetzbar (Heu, Getreide, Mais, Sägespäne, Müll, Hackgut, Bretter ....), daher kann im gesamten Forstbereich und Landwirtschaftsbereich fossiler Brennstoff, der für die Biomassetrocknung eingesetzt wird, mit Hilfe der RTS-Trocknung ersetzt werden und eine beträchtliche Menge an fossilem CO2 eingespart werden. 

Voraussetzung für einen positiven Umstieg von fossilen Energieträgern auf erneuerbare Energieträger (Biomasse) ist also die effiziente Trocknung der Biomasse mit Gratisenergie aus der Wärmepumpe. Trockene Biomasse verdoppelt zudem auch die Wertschöpfung aus der Biomasse, was wiederum tausende lokale Arbeitsplätze schafft. Bei der Verbrennung von 1.000 Srm Feuchthackgut werden die Lohnkosten von 1 Ganzjahresarbeitsplatz in Form von Dampfwolken in die Luft geblasen.

 Stand:   Mai 2011

 

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