Hinweise zum RTS-Energieeinsatz
und zu den Trocknungs- und Betriebskosten

 

 Aktualisierung: Jänner 2017

Der 10-Expertenbericht aus dem Jahr 2014, der unter dem Titel  "Richtlinien für die Belüftungstrocknung von Heu"  (von Gotthard Wirleitner unter Mitarbeit von Christian Aschauer, Susanne Jackschitz-Wild, Matthias Kittl, Karl Neuhofer, Franz Nydegger, Johannes Ostertag, Alfred Pöllinger, Reinhard Resch und Stefan Thurner) als Sonderbeilage im Fortschrittlichen Landwirt - Heft 10 / 2014 veröffentlicht wurde, liefert den klaren Beweis für die Sonderstellung des RTS-Heutrocknungsverfahrens. Wirleitner ist schon seit Jahren der wissenschaftliche Betreuer der HSR-Heutrocknung.

Dieser 10-Expertenbericht wurde ohne Berücksichtigung des RTS-Trocknungsverfahrens erstellt !  

Als billigstes Verfahren wurde die Warmbelüftung mit Sonnenkollektor präsentiert. Die Trocknung mit der Wärmepumpe / Luftentfeuchtung wurde auf Basis des mehrjährigen Trocknungsversuchs am LFZ-Gumpenstein erstellt, wo seit 2010 mit einem HSR-Luftentfeuchter getrocknet wurde. Viele Bilder dieses Expertenberichts zeigen die HSR-Trocknungsanlage. Auf Seite 27 werden die Energiewerte für die Entfeuchtertrocknung angegeben mit 0,25 - 0,4 kWh/kg Wasser. Die unterschiedlichen Werte stehen im Zusammenhang mit der Witterung, ob mit der Dachabsaugung gefahren werden kann oder nur mit der Wärmepumpe bei nicht verwendbarer Dachabsaugung oder Außenluft.

Die RTS-Trocknung braucht keine Dachabsaugung und benötigt nur noch ca. 0,1 kWh Strom je Liter Wasser. Die Trocknungskosten sind abhängig vom Stromeinsatz und daher beim RTS-Verfahren deutlich geringer als bei den Anlagen, die im Expertenbericht bewertet wurden !
 

 

Der 7-Expertenbericht vom Jahr 2009, der unter dem Titel "Qualitätsheu durch effektive und kostengünstige Belüftung"  (Franz Nydegger und Gotthard Wirleitner unter Mitarbeit von Josef Galler, Alfred Pöllinger, Ludo Van Caenegem, Herbert Weingartmann, Heinz Wittmann) auch im Fortschrittlichen Landwirt - Heft 6 / 2009 veröffentlicht wurde, enthält eine Grafik über den Energieverbrauch für abgetrocknetes Wasser bei der Trocknung mit Wärmepumpen mit etwas geringeren Energiewerten   als im 10-Expertenbericht (0,37 kWh/l Wasser). Das zeigt, dass es beim erforderlichen Energieeinsatz für die Wasserverdunstung keine Änderungen oder Verbesserungen gegeben hat. Die folgende Grafik ist eine Kopie aus dem 7-Expertenbericht (Abb. 20) mit einem zugefügten, ergänzenden Hinweis darauf, dass diese Grafik nicht für das RTS-Verfahren gilt.

Wenn man weiter zurückblickt, dann stellt man fest, dass die Schweizerische Forschungsanstalt FAT schon im Jahre 2000 diese Werte für die Wärmepumpentrocknung ermittelt und auch veröffentlicht hat. Die FAT-Grafik zeigt das deutlich, sie wurde zu Vergleichszecken mit den RTS-Werten in roter Farbe ergänzt.

 

 

Der Einsatz der RTS-Geräte ermöglicht eine nachhaltige und deutlich spürbare Gewinnsteigerung !  Diese Erfahrung hat ein RTS-Kunde  - die Hofkäserei Schifferl in Wolfsberg  -  bereits im ersten Fütterungsjahr 2003 mit  dem RTS-Heu gemacht.  Schifferl war höchst erfreut, glücklich und froh darüber, dass er diese Investition (Boxenbau, RTS-K40-Trockner, Heukran; Investitionssumme ca. 50.000 €) getätigt hat. Im Magazin des Kärntner Stromversorgers KELAG vom Mai 2004 / Ausgabe Nr.2, das jeder KELAG-Stromkunde bekommen hat, wurde darüber auf den Seiten 16 und 17 ausführlich berichtet. Hier ein kleiner Ausschnitt davon:

Die Amortisationszeit der RTS-Geräte beträgt weniger als 2 Jahre; ein totaler Neubau samt Halle, Kran, Trocknungsbox und RTS-Geräte hat eine Amortisationszeit von weniger als 7 Jahre.     

 

Betriebskosten oder Trocknungskosten 
der "RTS- Kombitrockner

Aus 60%TS-Einlagerungsware sind je Tonne Trockenware 500 Liter Wasser zu entfernen, wenn man optimale 90%TS-Heuqualität erzeugen will (Einfuhrgewicht: 1.500 kg), aus 50%TS-Einlagerung sind es 800 Liter (Einfuhrgewicht: 1.800 kg)

Die Wasserverdunstung mit RTS-Geräten benötigt einen Stromeinsatz von weniger als 
0,1 kWh je Liter (100 Wh / Liter) samt dem Lüfterantrieb !
  Für 500 Liter Wasser werden daher nur ca. 50 kWh Strom benötigt !

100 Wh / Liter (= 0,1 kWh / l) gilt für kühles Wetter mit Dauerlauf des Entfeuchters, bei günstigen Bedingungen sinkt der Energieeinsatz noch weiter ab.

Ca.  6 t Heu mit 90%TS frisst eine Kuh jährlich ohne Weidehaltung.  Bei einer  60%TS-Einlagerung sind aus dem Welkheu für die Erzeugung von 6 t Hochenergieheu   3.000 Liter Wasser zu entfernen. Dazu  ist ein Stromeinsatz von ca. 300 kWh erforderlich á 0,15 € (normaler österr. Stromtarif excl. MwSt.; pauschalierte Landwirte bekommen die MwSt. über den Verkauf der Produkte ersetzt und brauchen sie nicht ans Finanzamt abgeben, daher muss auch hier der Netto-Strompreis ohne MwSt. angewendet werden). Die Stromkosten für die Trocknung von 6 t Heu betragen in Österreich nur 45 € je Milchkuh. In der BRD ist der Strompreis viel höher (bis zu. 0,24 € / kWh excl. MwSt.;
bei diesem Stromtarif erzeugt man den Strom schon deutlich billiger mit einem Diesel-Stromaggregat  - 4 kWh je Liter Heizöl extraleicht - und kann zudem noch die Abwärme des Aggregates für die Verkürzung der Trocknungszeit verwenden)
.

Bei der Wickelsilage befindet sich in 4 Ballen die Trockenmasse von 1 t, die 6 t TM  befindet sich daher in 24 Ballen. Bei einem Siloballenpreis von 16 € fallen je Kuh 384 € Konservierungskosten an. Die Umstellung von Siloballen auf die Heutrocknung mit dem RTS-Verfahren bringt eine sofortige Einsparung von ca. 339 € je Milchkuh (16 € x 24 Ballen, abzüglich der 45 € für die RTS-Trocknung) !  Dazu kommen noch andere Einsparungen oder Zusatzprämien wie Kraftfuttereinsparung, Siloverzichtsprämien, Heumilchzuschlag ... ). Insgesamt kann der Zusatzgewinn durch die RTS-Trocknung jährlich bis auf 1.000 € je Milchkuh ansteigen. 

Wer daher mit der Investition in eine RTS-Trocknung wartet,
verzichtet jährlich auf tausende Euro ! 


>>> zur Startseite >>>