|
Energie aus Holz ist immer mehr gefragt,
weil es sich um erneuerbare Energie handelt ohne schädliche Auswirkung auf die
Umwelt. Die Hackschnitzelerzeugung ermöglicht eine Holzverbrennung in großem
Stil, was bereits in vielen Nah- und Fernheizwerken geschieht. Dabei kommt der Trocknung
des Hackgutes große Bedeutung zu. Hackware aus frisch gefällten Bäumen hat einen
Trockensubstanzgehalt von weniger als 50% : mehr als die Hälfte des Gewichtes
besteht aus Wasser ! Das Wasser lässt die nutzbare Energie des Holzes infolge
der Wasserverdunstung im Ofen und wegen dem damit verbundenen schlechten
Ofenwirkungsgrad und der niedrigen Verbrennungstemperatur unter die Hälfte des
Energiepotentials sinken,
und wegen der fehlenden
Aufspaltung der Harze und Teere kommt es zu
Absonderungen bei der Verbrennung,
zur Versottung der Kamine,
und wegen der Feuchte immer wieder zu Verklemmungen und Schneckenbrüchen.
Außerdem landen unverbrannte Bestandteile in der Asche. Aber schon auf der
Lagerhalde kommt es zu beträchtlichen Energieverlusten durch Erwärmung und
biologische Zersetzung durch Schimmelpilze und Bakterien. Das Hackgut muss
daher getrocknet werden, schlagfrisches Hackgut war bisher für eine direkte
Verbrennung überhaupt unbrauchbar. Die herkömmliche Lufttrocknung ist sehr umständlich und benötigt
große Lagerflächen und eine lange Zeit. Frisches und sofort nach dem Fällen getrocknetes Hackgut erreicht einen
Brennwert von 1.000 - 1.300 kWh/Srm je nach Holzart (Weichholz oder
Hartholz). Voraussetzung für eine erfolgreiche und rasche
Trocknung von feuchtem Hackgut ist trockene Luft in großen Mengen. Die
Aufbereitung der Umgebungsluft erfordert einen sehr hohen Energieeinsatz. Nur
die
Wärmepumpe kann ständig Gratisenergie aus der Umgebung gewinnen, die dann für die
Luftaufbereitung eingesetzt werden kann.
Der Einsatz von Wärmepumpen bei der Hackschnitzeltrocknung ermöglicht eine
enorme Steigerung des Energieertrages aus der Biomasse Holz durch die Brennwertverbesserung.
Der Energiegewinn beträgt bis zu 500 kWh
je Srm, wobei nur ein Stromeinsatz von 15 -
20 kWh benötigt wird. Dabei ist noch zu beachten, dass der
Energieeinsatz von der Wassermenge abhängt, die verdunstet werden muss. Bei
BTV-Hackgut sind je Srm bis zu 200 Liter Wasser zu verdunsten, bei schlagfrischem
Hackgut aus entrindeter Stammware jedoch nur ca. 120 Liter,
bei Stämmen mit Rinde 150 Liter. Der
RTS Stromeinsatz für die
Wasserverdunstung mit den RTS-Trockengeräten beträgt
im
Schnitt ca. 0,1 kWh je Liter (0,06 - 0,12 kWh/l
incl. Lüfter).
Der Energiegewinn aus 1 Srm Feuchthackgut aus Rohstämmen liegt bei 500 kWh,
wofür nur ein Stromeinsatz von ca. 15 kWh erforderlich ist, was eine
Verdreißigfachung des RTS Energieeinsatzes ergibt.
Die
Verstromung der 90%TS-Biomasse in Hochdruck-Dampfkraftwerken mit 40%
elektrischem Wirkungsgrad ergibt eine
Verzehnfachung des RTS Trocknungsstromeinsatzes
(40% aus 500 kW Energiegewinn durch Trocknung: > 150 kWhel ) !
Da die RTS-Hackguttrocknung eine
Hackgutgewinnung auch aus Ästen, Zweigen und Rinde ermöglicht, erschließt
sie eine zusätzliche Einnahmenquelle für jeden Waldbesitzer, wodurch sich die
Produktivität der land- und forstwirtschaftlichen Flächen enorm verbessert !
1 Srm trockenes BTV-Hackgut besitzt einen Energieinhalt von > 1.000 kWh, was
einer Heizölmenge von ca. 100 Litern entspricht. Dafür zahlt man derzeit (Frühjahr
2009) schon mehr als 70 €. Das RTS-Standard-Trocknungsgerät besitzt eine BTV-Wochen-Trocknungsleistung von
ca. 80 Srm, bei
Hackgut aus Stammware von ca. 100 Srm pro Woche ! Mit einer 80
m²-Box beträgt die wöchentliche Trocknungsleistung ca. 200 Srm (Hackgut aus
Weichholzstämmen).
|