RTS-Stellungnahme zum Fachbericht "Heumilch - vom Feld bis zum Produkt"
von Dr. Wolfgang Ginzinger und DI Gotthard Wirleitner
im "Fortschrittlichen Landwirt", Heft 18 / 2006 vom 16.9.2006 (Seite 45 -54)

DI Gotthard Wirleitner und Dr. Wolfgang Ginzinger haben im "Fortschrittlichen Landwirt", Heft 18 / 2006 einen langen Fachbericht als Sonderbeilage (Seite 45 -54) mit dem Titel "Heumilch - vom Feld bis zum Produkt" veröffentlicht. Darin wurden die Daten des preisgekrönten RTS-Trocknungsverfahrens leider immer noch  nicht berücksichtigt. RTS-Geräte werden schon seit 2002 verkauft, und die Anwender erzielen damit erfreulicherweise jährliche Zusatzerträge in Höhe der Anschaffungskosten des Trocknungsgerätes (z.B.: Schifferl / Wolfsberg). Der jährliche Zusatzgewinn kann bis zu 1.000 € je GVE erreichen.  Das RTS-Trocknungsverfahren hat eine entscheidende Verbesserung der Heutrocknung und der Heuqualität gebracht und den Landwirten eine außergewöhnlich hohe Wertschöpfung ermöglicht. In der landwirtschaftlichen Presse jedoch findet man außer von bezahlten Werbeeinschaltungen so gut wie nichts über dieses hoch effiziente, innovative und preisgekrönte Trocknungsverfahren.  Den von der landwirtschaftlichen Presse anerkannten Beratern ist das RTS-Trocknungsverfahren schon längst bekannt, sie haben jedoch keinen Mut, darüber zu berichten und dieses Verfahren namentlich anzuführen und die riesigen Unterschiede aufzuzeigen. Lieber klammern sie sich vorerst immer noch an die alten und längst überholten Daten von anderen Firmen, die nun wegen ihrer verschlafenen Weiterentwicklung in einen erheblichen technischen Rückstand geraten sind. Eine objektive und den Stand der Technik berücksichtigende Beratung der Landwirte zur Verbesserung der Einkommenssituation sollte wohl das oberste Ziel sein, und da kann die Information über das RTS-Trocknungsverfahren nicht ausgeklammert werden.

Im gegenständlichen Fachbericht findet man mehr als 25 Jahre alten Daten von Messungen der Bundesanstalt für Landtechnik aus dem Jahre 1980, die nicht für das RTS-Verfahren gelten.  Die  Informationsunterdrückung über das innovative und preisgekrönte RTS-Trocknungsverfahren in der landwirtschaftlichen Fachpresse und in den Medien der Landwirtschaftskammern bleibt nicht ohne Folgen für die Bauern, weil immer noch eine veraltete Technik mit bis zu 5-fach überhöhten Trocknungskosten empfohlen wird und die Bauern dann Jahrzehnte lang diese Kosten zu tragen haben. Jeder Bauer glaubt in den Fachzeitschriften den neuesten Stand der Technik vor sich zu haben, was jedoch auf diesem Sektor leider nicht zutrifft.  Der neueste Stand der Technik wurde also in der veröffentlichten Abhandlung im Abschnitt "Heutrocknung mit Luftentfeuchtern" noch nicht berücksichtigt !  Die dort angeführten Daten über die "Trocknung mit der Wärmepumpe" sind aus RTS-Sicht völlig veraltet (mehr als 25 Jahre alt, von 1980) und längst überholt. Man kann dazu nicht schweigen, weil sonst der Eindruck entsteht, dass die im Artikel angeführten Daten auch auf das RTS-Trocknungsverfahren zutreffen, was nicht der Wahrheit entspricht und daher nach einer Klarstellung verlangt. Die Eckdaten des RTS-Trocknungsverfahren sind schon seit Jahren im Internet veröffentlicht und sind jedermann und weltweit unter www.heutrocknung.at oder www.trocknungstechnik.eu zugänglich, und wenn man im Internet nach dem Begriff "Heutrocknung" sucht, findet man an der vordersten Stelle und unter mehrfachen Links bereits auf der 1. Suchergebnisseite von Yahoo oder Google das RTS-Trocknungsverfahren.

In der Abhandlung sind auch noch andere Ungereimtheiten zu finden, wie etwa die rein physikalischen Daten des Energieeinsatzes bei der Luftanwärmung: Der Energieeinsatz für die Luftanwärmung wurde mit 0,34 Wh / m³ & °C angegeben, richtig ist  0,36 Wh / m³ & °C ohne Berücksichtigung des Wassergehaltes. Die Anwärmung des Wassergehaltes erfordert eine Zusatzenergie von ca. 0,02 Wh / m³ & °C, in Summe daher 0,38 Wh / m³ & °C oder 3,8 kWh / 10.000 m³ & °C ohne Lüfterantrieb. Kühle Ansaugluft hat einen geringeren Wassergehalt, daher wird nur eine Energie von 3,7 kWh / 10.000 m3 & °C benötigt.

Die im Fachbericht dargestellte Problematik der Heutrocknung stimmt weitgehend mit den RTS Erfahrungen überein. Gravierende Unterschiede gibt es allerdings bei den Angaben über die Leistungsfähigkeit der Wärmepumpe und bei der Trockensubstanz. Die größten Differenzen werden weiter unten noch genauer angeführt. Im Bereich der Heutrocknung ist die Information alles andere als fortschrittlich und wird dem Titel  "Fortschrittliche Landwirt" so lange nicht gerecht, bis über das RTS-Trocknungsverfahren, das den neuesten Stand der Technik präsentiert, ausführlich berichtet wird. Auch gegenwärtig (d.i. Oktober  2011) gilt das immer noch, denn kein anderes Trocknungsverfahren erreicht die Effizienz des RTS-Verfahrens !!!  

Im gegenständlichen Fachbericht wurde auch erwähnt, wie vorteilhaft und schnell die Silageproduktion ist und dass kein anderes Verfahren an die Silageernte herankommt. Statt auf die enormen Gefahren und Schäden der Silagewirtschaft hinzuweisen, wird ständig der Eindruck erweckt, als sei dies die optimale Futterkonservierung, in der Praxis produziert die Silage jedoch eigentlich nur Schäden: unfruchtbare Kühe, schlechte Milchqualität, Gerinnungsprobleme bei der Käseherstellung, extreme Verkürzung der Lebenszeit der Kühe, extremer Medikamenteneinsatz, hohe Belastung der Milch und Milchprodukte mit derzeit noch gar nicht erfassten, schädlichen Reststoffen und Spurenelementen der Silage, die sich in den Milch- und Fleischprodukten befinden und viele allergische Reaktionen bei den Konsumenten auslösen ...... . Der Lebensmittelgroßhändler "HOFER" hat die Situation erfasst und bietet seit Herbst 2006 "Frische Bergbauernmilch"  aus "silagefreier Fütterung" an. Seit Februar 2011 gibt des die Heumilch und die Heumilchprodukte (Schlag, Sauermilch, Topfen, Käse etc.) auch beim "BILLA". Die Silage mit ihren zahlreichen negativen Auswirkungen ist als Risikoprodukt einzustufen, und im Interesse der Volksgesundheit ist der Verzicht auf Silagefütterung einzufordern  

Die silagefreie Heumilch mit ihrem  doppelt so hohem Gehalt an Omega 3 Fettsäuren im Vergleich mit der Silomilch ist für die gesunde Ernährung und den Zellaufbau und die Zellatmung besonders wichtig. Der Körper braucht täglich diese Fettsäuren. Auf folgender Webseite findet man die vielen Vorteile aufgelistet. Die Heumilch ist demnach deutlich gesünder als die Silomilch:   http://www.heumilch.at/fileadmin/editors/aktuelles/fettsaeurenstudie/AH_11_008_Fettsaeuren_08031830.pdf

Die Silage ist kein artgerechtes Futtermittel, was durch die extrem verkürzte Lebenszeit und Nutzungsdauer der Tiere (Kühe) schon längst bewiesen ist. Die Silage verursacht schwere Tierkrankheiten und reduziert das Lebensalter der Kühe auf  1,5 Kälber, wie die Statistik in der BRD aufzeigt.  Die Silage führt zur Unfruchtbarkeit und zu schweren Gesundheitsproblemen bei den Kühen, die von Dauerdurchfall gequält werden. Wo bleiben da die Tierliebe und der Tierschutz ?  Auch die enormen Probleme bei der Verarbeitung der Silagemilch zu Käse sind ein deutlicher Beweis für die schädlichen Auswirkungen der Silage. Daher ist der Hinweis auf die Alternative der RTS-Heutrocknung mit ihren zahlreichen Vorzügen auch eine moralische Verpflichtung und sollte mit aller Kraft, mit allen Mitteln und mit allem Nachdruck und mit ständigen Hinweisen in den Fachzeitschriften von allen betrieben werden, die in der Landwirtschaft eine Beratungsfunktion ausüben. Die Information der Landwirte ist nicht Angelegenheit einer Firma, sondern der Landwirtschaftskammern und der landwirtschaftlichen Fachzeitschriften, die von sich tätig werden sollten. Leider vernachlässigen diese ihre Informationspflicht und schieben die Arbeit an andere (an Firmen, die dafür zahlen sollen) ab. Andererseits hingegen werden bereits längst überholte Abhandlungen und Verfahrensdaten vielseitig und mit großer Aufmachung gratis verbreitet, wie diese Sonderbeilage im "Fortschrittlichen Landwirt" beweist. 

                                                                                                                                                                                                        Schlagkraft        S                                                               
Die Behauptung im gegenständlichen Fachbericht, dass die Schlagkraft der Fahrsilo- bzw. Ballensilage-Technik mit keiner anderen wie auch immer gearteten Heubelüftungsanlage erreicht werden kann, gehört auch der Vergangenheit an. Die RTS-Trocknung ermöglicht die gleich hohe Schlagkraft unter der Voraussetzung, dass ordentlich auf 60%TS (=Eintagesheu = Einfuhr am Tag nach dem Schnitt) vorgetrocknet wird, was auch die Voraussetzung für eine "gute" Silage ist, die dennoch niemals ein artgerechtes Futter darstellt und das auch nie sein wird. Mit dem RTS Trocknungsverfahren kann jede Schlagkraftgröße im Baukastensystem eingerichtet werden. Bei einer 60%TS-Einlagerung (= 500 Liter zu verdunstendes Wasser aus 1,5 t Feuchtware) und einem Trockenwareertrag von 3 t / ha beträgt die Schlagkraft einer 80 m²-Box  wöchentlich mehr als 20 ha (bis zu 25 ha), bei einer 320 m² Box mit 4 Sektoren im Rostbereich á  80 m²  daher bis zu 100 ha pro Woche, wobei aber eine 90%Trockensubstanz (90%TS) erreicht wird !  Da kann wohl niemand mehr von zu geringer Schlagkraft sprechen. Das Heu kann in der Box bis zu 7 m hoch gelagert werden bei einer Heumenge von 0,9 t / m².  In einer  320 m² Box mit 4 Sektoren können 300 t Heu gelagert werden, was einer Erntefläche von ca. 100 ha entspricht. In nur 1 Woche kann diese Fläche geerntet werden. Für die RTS-Geräte ist nur eine elektrische Anschlussleistung von maximal 100 kW erforderlich. Der RTS-Stromeinsatz beträgt für die 300 t Heu (= 450 t Einlagerung) bei Dauerlauf des Entfeuchters  weniger als 15.000 kWh, unter Verwendung der trockenen Umgebungsluft jedoch nur ca. 12.000 kWh. Der spezifische Strombedarf liegt daher beim Dauerlauf der Wärmepumpe bei ca. 50 kWh/t 90%TS-Heu, in der Praxis jedoch unter 40 kWh/t. Für die weiteren Schnitte sind dann die Boxen auszuräumen, und das Heu ist in Ballen zu pressen. Bei 4 Schnitten kann mit einer solchen Anlage (320 m²-Box) das gesamte Futter für ca. 200 Kühe  (6 t Heu je Kuh = 1200 t) zu Heu getrocknet werden bei nur 4 Wochen Jahreserntezeit. Mit dem RTS-Trocknungsverfahren können auch Silageballen getrocknet werden, wobei die Luft von oben und unten eingeblasen werden muss. Die Schlagkraft verringert sich bei der normalen Ballentrocknung (70%TS-Ernteware) jedoch um die Hälfte. Es ist daher sinnvoller, rascher und wirtschaftlicher, das lose Heu in der  Kammer (Box) zu trocknen und erst dann zu Platz sparenden Quaderballen zu verarbeiten. Die außerordentliche Qualität von RTS-Heu mit 90%TS erkennt man daran, dass die Kühe auch die beste Silage verschmähen !  Das hat ein Fütterungstest in Meggenhofen (OÖ) am Hof von Herrn Hans Messenböck (siehe: Referenzanlagen) ergeben, der auch den Experten der BOKU-Wien bekannt gegeben wurde.

Berechnung der Schlagkraft: Verdunstungsleistung eines RTS-80 Entfeuchters: 40.000 m3 / h á 6 g =  240 Liter / h  =  5.760 Liter / Tag;   4 Sektoren x  5.500 Liter (abgerundet)  x  7 Tage =  ca. 154.000 Liter wöchentliche Wasserverdunstung; geteilt durch 500 Liter (Abfuhr aus 60%TS) = 308 t Trockenware; geteilt durch 4 Sektoren = 77 t je Sektor, geteilt durch 3 t ha-Schnittertrag =  25,6 ha pro Woche und Sektor; geteilt durch 5 Einfuhrtage = 5 ha pro Tag und Sektor;  bei  4 Sektoren:  20 ha pro Einfuhrtag x 5 Tage = 100 ha;        Sektor = Rostbereich mit 80 m² 

Der spezifische elektrische Leistungsbedarf liegt bei 1 kW je Wochenerntefläche bei einem Ertrag von 3 t/ha Trockenware:
                     z.B.:  40 ha pro Woche benötigen   40 kW el. Leistung (Lüfter samt Entfeuchter)
                              60 ha pro Woche benötigen   60 kW el. Leistung (Lüfter samt Entfeuchter)
                             100 ha pro Woche benötigen 100 kW el. Leistung (Lüfter samt Entfeuchter)
                             300 ha pro Woche benötigen 300 kW el. Leistung (Lüfter samt Entfeuchter)
                             500 ha pro Woche benötigen 500 kW el. Leistung (Lüfter samt Entfeuchter)

Nun sollen einige Punkte des "Fachberichtes" erwähnt werden, die sich deutlich vom RTS-Verfahren unterscheiden:

 1.) Der Trockenheitsgrad der Trocknungsluft spielt bei der Heuqualität eine entscheidende Rolle. Mit einer Luftfeuchtigkeit von 63% (Seite 48 / linke Spalte / unten), die zu einer Lagerfähigkeit des Heus erforderlich ist, wird nur eine 80%TS-Ware erreicht. Diese gärt dann noch Wochen lang nach, bis das Heu auf biologische Weise eine 90%Trockensubstanz erreicht. Um das Heu über die Belüftung auf 90%TS zu bringen, ist eine Luftfeuchte von < 52% erforderlich, was die RTS-Trocknung auch bei feuchtem Wetter garantiert ! Bei 80%TS-Ware kommt es durch die Nachgärung und die Schimmelsporeneinwurzelung zu einem beträchtlichen Nährstoffverlust im Heustock, sodass der tägliche Heuverzehr weit geringer ist als bei 90%TS-Heu. Der Nährstoffverlust führt zu einer Reduzierung der Jahresmilchleistung aus dem Grundfutter auf 3.000 Liter. Laut einem Fachbericht von Ing. Galler kann über die tägliche Futteraufnahme der Tiere auf die Heuqualität geschlossen werden. Auch die Milchleistung aus dem Grundfutter ist laut Galler direkt von der Futteraufnahme abhängig, daher kann allein schon von der Futteraufnahme auf die Grundfutterqualität geschlossen werden. Hier besteht daher ein markanter Unterschied zwischen einem 80%TS-Heu und einem 90%TS-Heu, vom ersteren werden täglich nur ca. 15 kg gefressen, vom anderen jedoch bis zu 25 kg, was eine deutliche Steigerung der Milchleistung aus dem Grundfutter zur Folge hat (laut Galler bis 6.000 Liter und mehr). Das 90%TS-Heu führt zu einer stark verbesserten Wertschöpfung aus dem Grundfutter, die einzig und allein dem innovativen und preisgekrönten RTS-Trocknungsverfahren zu verdanken ist.

2.) Im Bericht wurde auf Seite 51 als spezifischer Energieeinsatz für die Wasserabtrocknung mit Wärmepumpen eine Streubreite von 0,26 - 0,45 kWh / kg Wasser angeführt, dies sind Daten von 1980 !  Das RTS-Trocknungsverfahren benötigt nur einen Bruchteil dieser Energie im Ausmaß von 0,05 - 0,1 kWh / kg Wasser, was eine Reduktion des Trocknungsenergieeinsatzes um ca. 80% ergibt. Dieser RTS-Energieeinsatz liegt auch deutlich unter dem Energieeinsatz der Kaltbelüftung, der auf Seite 18 / rechte Spalte mit 0,25 kWh / kg Wasser angeführt ist. Das RTS-Trocknungsverfahren nimmt daher eine Sonderstellung ein und ist in der Tat eine sensationelle Innovation auf dem Sektor der Heutrocknung und der Biomassetrocknung !  Mit einem Stromeinsatz von 11 kW (=260 kWh pro Tag) verdunstet das RTS-Verfahren (Modell RTS 40) in 24 Stunden unter Dauerlauf von Wärmepumpe und Lüfter bis zu 3.000 kg Wasser: 3.000 kg mit 260 kWh =  0,09 kWh / kg Wasser !  Das ergibt bei einer 60%TS-Einlagerung eine Tagesschlagkraft von 2 ha (3.000 kg 90%-Trockenware pro ha) oder eine Wochenschlagkraft bis zu 14 ha bei optimalen Wetterbedingungen, bei kühlem und ungünstigem Wetter von mindestens 10 ha.  Durch den Einsatz mehrerer Geräte kann die Tagesschlagkraft schrittweise gesteigert werden. Bei 8 Geräten vom Modell RTS-K40 (= 320 m² - Bodenfläche) beträgt die Schlagkraft für 60%TS-Einlagerungsware und 3 t / ha Trockenwareertrag 15 - 20 ha pro Tag oder ca. 100 ha / Woche.

3.) Die Luftanwärmung beträgt beim RTS-Trocknungsverfahren nicht  6°C (Seite 52, rechts oben als ideal bewertet), sondern das Doppelte, also  12°C  !  Damit wird eine Trocknungsluftqualität von < 52% relativer Feuchte erreicht, die für die Erzeugung einer 90%TS-Heuqualität erforderlich ist. Mit einer Anwärmung um  6°C, kann bestenfalls eine 80%TS-Heuqualität erreicht werden, die wochenlang nachgärt und große Verluste im Heustock verursacht. Das „Nachschwitzen"  hört erst bei 10%-Feuchtegehalt auf und nicht bei „weniger als 14%", was auf Seite 47 / mittlere Spalte zu ungenau angeführt wurde. Das RTS-Verfahren unterscheidet sich  von den anderen Wärmepumpen-Trocknungsverfahren durch die doppelte Luftanwärmung bei gleichen Stromeinsatz und gleicher Luftmenge !

4.) Die Behauptung, dass die Anschaffung einer Wärmepumpe einen "hohen Fixkostenanteil" verursache (Seite 52, rechts unten), betrifft nicht die RTS-Trocknung. Mit einer 40 m²-Anlage und einem RTS-Gerät / Modell RTS-K40 können je Schnitt bis zu 42 t Hochenergieheu mit 90%TS getrocknet werden, das sind bei 4 Schnitten mehr als 160 t Heu, der Jahresheubedarf für 26 Kühe á 6 t / Jahr. Ein solches Gerät kostet ab Werk 20.000 € (ohne Händlerprovision), was bei einer 15-jährigen Abschreibung jährliche Kosten von 1.333 € verursacht. Die jährliche Belastung der Trocknungsbox beträgt ca. 300 € bei 30-jähriger Abschreibung. Das ergibt eine jährliche Gesamtbelastung 1.633 €, verteilt auf die 160.000 kg Heu ergibt einen Fixkostenanteil von nur 1 Cent je kg Hochenergieheu mit 90%TS. Zusammen mit den Trocknungskosten von 0,5 Cent je kg ergeben sich Gesamtkosten von nur 1,5 Cent je kg Hochenergieheu. Das ist die Hälfte der Kaltbelüftung und das System mit den überhaupt geringsten Gesamtkosten !

5.) Die angeführten Faustzahlen für Trocknungsanlagen mit Wärmepumpe gelten nicht für die RTS-Trocknung !  Die TS-Trocknung verwendet Boxengrößen, die mit dem Trocknungsgerät abgestimmt sind:   RTS 40 für 40 m²-Boxen. Als Starteinlagerungsfläche gilt bei einem Ertrag von 3 t Trockenware und einer 60%TS-Einlagerungsqualität ein Zehntel der Boxgrundfläche (z.B. 40 m2 ....  4 ha Starteinlagerung) , was eine Füllhöhe von ca. 2 m ergibt. Jeden zweiten Tag kann diese Menge eingefahren werden, pro Woche also bei einer 40 m²-Anlage bis zu 12 ha in nur 3 Arbeitstagen. Nach der Starteinlagerung kann ab dem 3. Tag auch regelmäßig aufgeschichtet werden, also täglich 2 ha (1 x 4 ha  +  4 x 2 ha).  

6)   Sämtliche Grafiken beziehen sich auf die Erreichung einer 80%-Trockensubstanz (80%TS), bei der RTS-Trocknung geht es aber immer um eine 90%TS. Zur Vergleichbarkeit herkömmlicher Trocknungsverfahren müsste der Energieeinsatz auch auf eine 90%TS bezogen werden. Dadurch würde sich ein noch wesentlich größerer Abstand zwischen der RTS-Trocknung und allen anderen Trocknungsverfahren ergeben. Aber auch ohne diese Anpassung ist das  RTS-Verfahren überall der Spitzenreiter, und die RTS-Trocknungskosten sind die absolut niedrigsten und liegen noch deutlich unter der Solar-Trocknung und weit unter der Kaltbelüftung

Im Interesse der Landwirte, zur Verbesserung deren Ertragslage, zur Qualitätsverbesserung der Milch, Milch- und Fleischprodukte und für die Verbesserung der Tiergesundheit und nicht aus Geschäftsinteressen der RTS-Firma sollte den Landwirten eine aktualisierte Nachinformation gegeben werden als Ergänzung des erwähnten Berichtes im Heft 18 / 2006.

Die Nichtbeachtung der hervorragende, preisgekrönte und innovative RTS Trocknungstechnik mit ihrer enormen Wertschöpfung
richtet sich nicht nur gegen die Verbesserung der Ertragslage vieler Landwirte, sondern ist zugleich auch ein großer Schaden für die gesamte Volkswirtschaft. Während man unter dem Vorwand einer indirekten Firmenwerbung die Information der Landwirte über das RTS-Trocknungsverfahren unterlässt, verhindert man eine Ertragssteigerung der Landwirte und schiebt die Investitionen zur Verbesserung der Wertschöpfung hinaus. Mit anderen Trocknungsverfahren, einschließlich der veralteten (im Bericht abgebildeten) Luftentfeuchter,  kann man nicht in den Genuss der zahlreichen und nachhaltigen wirtschaftlichen Vorteile gelangen, welche die RTS-Trocknung bietet. RTS Wärmepumpen sind nämlich eine Eigenentwicklung !  Die Hauptkriterien bei der Feststellung der Qualität einer Wärmepumpe sind die Luftmenge und die Temperaturanhebung, und hier benötigen die anderen Wärmepumpen im Vergleich mit dem RTS-Verfahren mehr als den doppelten Stromeinsatz Die RTS-Trocknung kann man daher nicht den anderen Verfahren gleichsetzen und ganz allgemeine Abhandlungen über die Trocknung mit der Wärmepumpe veröffentlichen. Hier müssen die Verfahren klar gegenübergestellt werden und auch beim Namen genannt werden !

Unterguggenberger Philipp
Erfinder der RTS-Trocknung
Aktualisierungen: 17.02.2009;  03.07. 2010;  18.10.2011 

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